Tag Management Revisited

(aktualisiert) iCompetence ist “ahead of time”, wie auch der jüngste Artikel von Marcus Nowak  im iBusiness Daily vom 30.6.2014 beweist: Der greift unseren Beitrag aus der Lead Digital 18/2012 auf – und ergänzt ihn aus heutiger Sicht. Dabei zeigt er auch, dass sich auf dem Deutsche Markt hinsichtlich des Einsatzes von Tag Management Systemen (TMS) seit 2012 noch nicht viel weiterentwickelt hat.

Im Vergleich zu unserer Einschätzung von 2012 ist seitdem vor allem der Google Tag Manager (GTM) hinzugekommen. Kostenlos und in Kombination mit Google Analytics / Universal Analytics, die sich darüber einfacher integrieren lassen, hat er sich dann auch gleich als das am häufigsten verwendete TMS etabliert. Natürlich hat sich seit 2012 auch der Anbieter-Markt insgesamt etwas gewandelt. So hat Signal (ehemals BrightTag) z.B. SiteTagger aufgekauft, Ensighten hat sich den Tag Management Pionier TagMan einverleibt und auch Adobe hat seine zunächst rudimentäre Tag Management Lösung durch den Zukauf von Satellite (heißt bei Adobe jetzt Dynamic Tag Manager) ersetzt. Die Konsolidierung hat aber erst angefangen, wir sind gespannt, wie es hier weitergeht.

Bereits 2012 galt: Nicht jedes Tool arbeitet gleichermaßen gut mit Drittanbietern – etwa anderen Webanalyse-Lösungen – zusammen, und auch das Problem der Datenverwaltung und somit der Datensicherheit ist unterschiedlich gelöst. Gerade die jüngeren Systeme sind oft sehr übersichtlich, bieten aber weniger Funktionen. Etablierte Premium-Tools wie TagMan oder Tealium verfügen hingegen über eine Vielzahl an Funktionen, sodass eine Schulung empfehlenswert ist. Das hat sich 2014 offensichtlich noch nicht wesentlich geändert, und so meint Marcus Nowak auch heute: “Kostenlos heißt zwar nicht schlechter, aber der Service und Funktionsumfang ist bei den Enterprise-Lösungen wie Ensighten, Tealium, BrightTag oder TagMan in der Regel größer. Das betrifft vor allem die Aspekte Informationssicherheit und Datenqualität sowie die Service-Level-Vereinbarungen. Bei den kostenlosen Lösungen werden nur wenige Drittanbieter unterstützt.”

Marcus Nowak bestätigt darin auch unsere damalige Einschätzung, dass der englischsprachige Markt dem deutschen immer noch weit voraus ist – ein Wettbewerbsvorteil, da dort die Firmen seit vielen Jahren viel Geld sparen und effizienter arbeiten. Und wie wir meint er, dass es höchste Zeit ist, aktiv zu werden.  Der iBusiness-Artikel erwähnt zudem eine positive Entwicklung: Durch den kostenlosen Google-Tag-Manager ebne Google den Weg für die kostenpflichtigen Systeme. Auch würden TMS, wie eine Forrester-Studie von 2013 feststellt, in den USA bereits vielfach als Schlüsselinstrument für Big-Data-Strategien verwendet werden – eine Entwicklung, die wir aus unserer jahrelangen Erfahrung mit diesen Systemen nur begrüßen können, nicht zuletzt kommt Tag Management Systemen in der Datenstrukturierung eine zentrale Rolle zu, wie wir in unserem neuesten Artikel zum Single Point of Truth (SPoT) im e-commerce Magazin 5/2014 beschreiben („Big Data und der Single Point of Truth“, auf Anfrage können wir diesen auch gerne zusenden).

Insgesamt zeigt uns dieser Artikel, dass in Deutschland Tag Management als Begriff angekommen ist, die Technologie an sich aber – trotz der vielen Vorteile – noch eine Weile benötigen wird, bis sie überall zum Einsatz kommt. Wie schön, wenn sich noch 2014 die Einschätzungen von 2012 als so zutreffend erweisen.

Den kompletten Artikel gibt es hier nachzulesen, und wer mehr zu Tag Management und deren Einsatz wissen möchte bzw. Unterstützung benötigt, kann sich gerne an uns wenden.