Die Digital Intelligence Cloud (Teil 2) – Tag Management, der Cloud Ermöglicher

Als erster von vier wichtigen Teilbereichen der Cloud soll hier das Tag Management vorgestellt werden. Für alle, die sich mit Tag Management selbst noch nicht intensiv beschäftigt haben (kann das sein? Onlinemarketing ohne Tag Management? Dann wird es aber Zeit!) oder das Thema noch mal vertiefen möchten, verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Webseite und unsere Blogserie zum Universal Tag. Hier wird beschrieben, welches die konkreten Verbesserungen in der Webseitenperformance, der Kostenersparnis im Onlinemarketing und der Effizienz in der Kampagnenaussteuerung und –messung sein können, wenn man die zahlreichen Tags (z.B. Marketingpartner, Analyse-Tools etc.), die hierfür gebraucht werden, mittels eines einheitlichen Verwaltungssystems steuert.

Die Rolle des Tag Managements in der DIC

An dieser Stelle also nur kurz eine Erklärung zu der Funktion des Tag Managements, die es für die Cloud interessant macht:

Das Tag Management Tool erleichtert die Verwaltung der kurzen Programmiercodes (Tags – meist in JavaScript programmiert) i.d.R. über eine Drag-and-Drop Oberfläche. Anstatt jedes Tag also auf der Webseite einzeln (und als Code über die IT) einpflegen zu müssen, können diese auch direkt z.B. vom Marketing im Tag Management System (TMS) eingepflegt werden. So wird statt dutzenden oder hunderten von Programmiercodes schließlich nur einer auf der Webseite oder der App benötigt, das TMS tritt an die Stelle der einzelnen Tags.

Über das Tag Management System können die Informationen nun zentral gesteuert und an die verschiedenen Marketing Partner und Tools (Analyse, Realtime Bidding, Testing etc.) verteilt werden. Damit haben alle die gleiche Datenbasis, was für eine Reduktion der Differenzen in den Daten sorgt. Das TMS entwirrt also das Chaos uneinheitlicher Daten. Man kann Regeln automatisieren, durch die Automatisierung die anfallende Datenmenge (Stichwort Big Data und Echtzeitfähigkeit) einfacher handhaben, durch die Deduplication Funktion ganz nebenbei Doppelzahlungen vermeiden und sich vor allem viel Arbeit, Zeit und Ärger sparen.

Für die Cloud selbst ist vor allem relevant, dass durch die einheitliche Erfassung der Onlinedaten über ein einziges Tool hier bereits eine einheitliche Datenerfassung für einen gesamten Bereich der Cloud, den Onlinebereich, entsteht. Angesichts der Divergenz der Daten in der Zusammenführung von Online und Offline kann das entscheidend sein. Denn im Offlinebereich werden Daten manuell erfasst, manche nicht nach einheitliche Befragungskriterien, andere aufgrund von Marktstudien oder Formularen zumindest einheitlich, manche personalisiert, andere anonym und viele, viele in unterschiedlicher Tiefe.

Je weniger die Dateninhalte auseinanderdriften, desto einfacher können sie zusammengeführt werden. Wenn also das Tag Management System die Daten aus dem Onlinebereich vereinheitlicht, hat man ein Problem weniger. Wer aber kein TMS einsetzt, hat es schwer, eine einheitliche Datenbasis für die spätere Online Offline Integration zu schaffen und die Vielzahl an Informationen selbst zusammenführen, funktionierende und nicht funktionierende Tags, Doppelmessungen und Error-Meldungen inklusive.

Von Vorteil ist auch die Sektoren übergreifende Kompetenz derjenigen, die mit dem Tag Management System arbeiten. Sie sind in den meisten Fällen Marketeers oder Analysten mit Technikverständnis. Denn sie müssen sowohl mit den Personen, welche die Kampagnen entwerfen, wie auch mit denen, die für die Webanalyse zuständig sind, zusammenarbeiten. TMSler sind Netzwerker, denn die gute Kommunikation der Bereiche liegt in der Natur des Systems. Wo also das Netzwerken und Kommunizieren in der Firma bereits angelegt ist, kann eine gute Kommunikationskultur erwachsen. Denn das Ziel der Cloud ist die Kooperation der Bereiche, deren Grenzen durchlässig werden müssen für Wünsche, Informationen und Notwendigkeiten aus den anderen Firmenbereichen.

Wer sich also für das Thema Online Offline Intgration interessiert, wer seinen Kunden wirklich verstehen und “360°” kennenlernen will, für wen das Thema Big Data interessant ist, der sollte sich über die Anschaffung eines Tag Management Systems Gedanken machen. Mehr noch als ein Digital Intelligence Tool ist dieses für die Zusammenführung der Daten entscheidend. Denn während die Data Warehouses der Business Intelligence eventuell anpassungsfähig sind für neue Datenformate, auch für solche aus dem Onlinebereich, vereinfacht nichts den Weg zur Online Offline Integration, zur Digital Intelligence Cloud so wie ein Tag Management System.